Who is the real Gates?

Heute schreibe ich über die Person der Stunde – die Person, die im Jahr der Pandemie verstärkt ins Rampenlicht geraten ist – über Bill Gates bzw. über ihn und seinen Vater, der ebenfalls Bill Gates heißt, wusstet ihr das? Der Letzte ist vor Kurzem im Alter von 94 Jahren gestorben, und zum Anlass seines Ablebens erschien bei Spiegel ein Artikel und ein Foto vom Vater und dem Sohn. Das Foto weckte mein Interesse und lenkte meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal auf das Verhältnis zwischen den beiden. Wie war die Beziehung zwischen ihnen? Was treibt diese Menschen an? Hat die Persönlichkeit des Sohns und seine Welt umspannenden Ambitionen etwas mit seinem Vater zu tun? Selbstverständlich müssen sie das. Und so machte ich mich auf die Suche mit vielen Fragen im Kopf.

Leider fand ich nur floskelhafte, zurecht gekämmte, nichts sagende Passagen und Parolen über die Weltverbesserung, selbstloses soziales Engagement und Ähnliches. Ich weiß sehr wohl, dass das, was wir öffentlich als unsere Motivation anpreisen, nie der Wahrheit entspricht, auch wenn die Person es selber sogar glaubt. Die wahren Beweggründe unseres Verhaltens sind immer die anderen: Sie rühren aus der Kindheit, wenn wir um die Liebe unserer Eltern gerungen haben, mit ihnen mitlitten, wenn wir ihnen das Leiden abnehmen wollten oder uns um sie gekümmert hatten, als wären wir die Erwachsenen, verzichtend dabei auf unsere Unbeschwertheit. Jeder hat da seine ganz persönliche Geschichte und ganz persönliche Wahrheit. Das, was uns heute antreibt, liegt nicht im Heute, sondern im Damals, und dieses „Damals“ von Bill Gates hat mich interessiert. Und diese persönliche Wahrheit war im Netz nicht zu finden. Ich konnte sie nur mit dem Auge eines Detektives durch das Erscheinungsbild oder Körpersprache der beiden aufspüren.

„Das Geheimnis der Welt liegt im Sichtbaren, nicht im Unsichtbaren“, – sagte einmal Oscar Wilde. Wir können uns somit nicht verstecken und sind für alle sichtbar. Mann muss dieses Sichtbare bloß lesen können.

Das erste Foto mit den Beiden im Spiegel erzählte bereits Bänder. Es war dieses hier.

Ein Patriarch und ein Spund. Selbst in seinem fortgeschrittenen Alter wirkt der Sohn wie ein kleiner Junge, leicht geduckt, als müsste er sich unter Beweis stellen. Und der Vater schaut gnadenvoll und anerkennend auf seinen Sprössling herunter. Was das erste Foto jedoch kaschiert, verraten andere – es ist der gewaltige Größenunterschied zwischen ihnen. Auch im Alter von 94 Jahren wirkt der Vater wie ein Riese (er muss inzwischen ca. 5 cm geschrumpft gewesen sein) und ist fast einen ganzen Kopf größer als sein erwachsener Sohn. Wie muss dieser im wahrsten Sinne des Wortes übergroße Vater auf den jungen Sohn gewirkt haben? Er muss auch im Erwachsenen Alter zu ihm hinaufschauen und kann nie auf die Augenhöhe mit ihm kommen.

Bezeichnend: Die beiden Herren heißen gleich: William (Bill) Gates. Um die beiden zu unterscheiden, fügt man Sr. oder Jr. hinzu. Doch auch das ist nicht wirklich korrekt. Der Vater heißt William Gates II und der Sohn – William Gates III. Eine Dynastie also, dessen Begründer William Gates I völlig unerwähnt bleibt. Selbst das allwissende Internet verrät über ihn nichts!

Und Gates Mutter? Recherchen ergeben eine Banker-Tochter, sehr engagiert in sozialen Projekten, die sie in führenden Positionen ehrgeizig vorangetrieben hat. Offenbar sehr beschäftigt. Über ihre mütterlichen Qualitäten lässt sich nichts erfahren. Ein Hinweis gibt uns jedoch die Diagnose Brustkrebs, an dem sie verstorben ist. Sie Symptomdeutung würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Ich kann nur sagen, dass ich eine stärkere Verbindung zum Vater spüre als zur Mutter. Der Vater wirkt wahrlich wie ein Leuchtturm. So ist meine Empfindung.

Bill Gates Jr. Abschiedsrede zum verstorbenen Vater muss man deuten wie ein Arbeitszeugnis, in dem alles positiv formuliert werden muss. Wir nehmen uns diesen Auszug hier vor: „He always pushed me to try things I hated or didn’t think I could do (swimming and soccer, for example).“ Es zeichnet ein Bild des dominanten Vaters, der keine Rücksicht nimmt auf die sensible und weiche Natur seines Sohnes. Wahrscheinlich war der Junior in solchen zum Kampf auffordernden Situationen überfordert, buchstäblich ins kalte Wasser geworfen; vermutlich fühlte er sich wie ein Versager, der nie Erwartungen seines Vaters erfüllen kann. Diese zwei Fotos bebildern dieses Muster eindrucksvoll: Auf dem ersten Bild redet der Vater auf den Sohn von oben herab ein, der Sohn schaut nicht direkt zu ihm, sondern flüchtet mit dem Blick, weicht aus, sucht die Weite, scheut den Augenkontakt und direkte Konfrontation.

Auf dem zweiten Bild sehen Beide sichtlich bedrückt aus. Eine imaginäre Sprechblase würden hier sagen: „Sorry Dad, ich habe dich wieder enttäuscht.“

Das alte, kindliche Gefühl, nicht zu reichen, nicht genug zu sein, hört nie auf. Es ist mit einem exorbitanten Vermögen nicht zu erlöschen, mit dem Welt umspannenden Erfolg nicht ins Gegenteil zu führen. Es sitzt in den Knochen, tief unter der Haut, es ist im Fundament des ganzen emotionalen Gebäude vergraben und wirkt daraus wie eine permanente Gefahr. Das Haus steht nie stabil und sicher, sondern am Hang, im Erdrutschgebiet oder auf dem Erdplattenriss. Das Gefühl bereitet ungemeine seelischen Schmerzen und drängt nach Heilung.

Vom Adler haben wir das Prinzip der Überkompensierung gelernt – wenn aus einem gefühlten Defizit durch ungemeine Anstrengung und Mobilisierung aller vorhandenen Ressourcen eine fast schon Superkraft entstehen kann. „Die Welt ist nicht genug“ könnte man getrost als Gates Lebensmotto schreiben. Mit seinem Betriebssystem hat er bereit einmal die Welt erobert. Doch er will noch mehr – mit winzigen, genmanipulierten Organismen ganz unter die Haut der Menschen gelangen, ins Blut und bis hin zum Herz. Was für ein Wunsch! Will er so unbewusst zum Herzen seines Vaters durchdringen?

Der Sohn Bill Gates III, schrieb eins: „Wenn dich nächstes Mal jemand fragt, ob du der echte Bill Gates bist, sage ihm, dass du die Summe all der Dinge bist, die der andere sein wollte. (“The next time someone asks you if you’re the real Bill Gates, tell them you’re all the things the other one strives to be.” Gatesnotes.com)

Man kann aber nie jemand anderer werden als man selbst. Es ist Fata Morgana. Und dieser größte Schatz der Welt, sein eigenes Leben unter seinem eigenen Namen zu leben, blieb dem noch so mächtigen und reichem Menschen gestohlen.

Mobbing verstehen

Mobbing verstehen

Mobbing verstehen

Bei uns hat die Schule wieder angefangen und eine alte Geschichte kam mir in den Sinn, die mir einmal half zu verstehen, wie Mobbing in der Gruppe entsteht: seine Entstehungsdynamik, seinen Nutzen für die Gruppe und warum alle dabei mitmachen? Es war ein Vorfall am Elternabend, nach dem ich verstand, dass Mobbing nicht das Problem des Einzelnen, sondern ein gruppendynamisches Phänomen ist. Es war einmal so…

An diesem Abend musste ich meine drei Kinder alleine zuhause lassen, um am Elternabend der ältesten Tochter teilzunehmen (Ich bin allein erziehend). Der Abschied von den Kindern zog sich und so war ich um einige Minuten zu spät dran. Ich eilte zur Schule zu Fuß, ging hastig durch den dunklen Schulhof zum Klassenzimmer und sah durch die hell erleuchteten Fenster, dass der Abend bereits begann. Die Klassenlehrerin sprach zu den Eltern, schaute aus dem Fenster und sah mich herbeieilen.

Als ich das Klassenzimmer betrat, donnerte es wie aus dem heiteren Himmel grollendes Lachen. Circa 20 Erwachsene Lachten im Akkord vom Bass bis Sopran, als sie mich reinkommen sahen. Was soll ich sagen, ich fühlte mich so, als ob ein Eimer mit kaltem Wasser über mich ergoss. Ohnehin vom schlechten Gewissen geplagt (Kinder alleine zuhause gelassen, zu spät gekommen), nichts verstehend, sah ich nun endgültig wie ein nasser Pudel aus und verstand nicht, wie mir geschieht. 

Was ist also passiert? Ich spule das Band einmal zurück und rekonstruiere, was auf der anderen Seite der Fensterscheibe geschah.

Zum Beginn des Elternabends gleich nach der Begrüßung stellt die Klassenlehrerin wie immer eine Frage in die Runde, die alle zum Ducken bringt: „Wer schreibt heute das Protokoll?“ Keiner hat Lust dazu, alle senken die Blicke, machen sich klein und schweigen. Es entsteht unangenehmer Druck in der Luft. Das anhaltende Schweigen wird von Sekunde zur Sekunde unerträglicher. 

Für die Leiterin des Abends wird es zum Hochseilakt der Moderation, die Gruppe aus dieser Sackgasse herauszuführen. Normalerweise hält es Einer nicht länger aus und meldet sich freiwillig. Doch diesmal kam es anders. Die Lehrerin sah mich durch das Fenster just in diesem Moment kommen und sagte in die Runde: „Der Nächste, der den Raum betritt, wird das Protokoll schreiben“. Und dann kam ich durch die Tür. Ihr versteht jetzt die Reaktion der Anwesenden. Es war ein Donner der Entladung der angestauten Spannung wie beim Gewitter, wenn sich der Druck mit dem lauten Knall in den Boden entlädt. Das war das Lachen der Erleichterung jeden Einzelnen, dass nicht er oder sie die lästige Aufgabe erledigen muss. Es war ein kollektives Aufatmen. 

Ich wusste nicht, was ich falsch gemacht habe, ich erlahmte und konnte mich nicht währen. Ich war allein gegen alle. „So muss es sich anfühlen, gemobbt zu werden“, -dachte ich später. Was hatte das Ganze mit mir zu tun? Eigentlich gar nichts, es hätte jede andere Person an meiner Stelle sein können, oder etwa nicht? Ich war doch perfekt für die Rolle, da ich schon mit dem gesenkten Kopf ankam. Stellen wir uns vor, nur Verdeutlichung halber, wie es wäre, wenn statt mich eine schwarze Limousine zum Schulhof vorgefahren wäre und ein stämmiger Grauanzug mit Brille daraus ausgestiegen und mit festen Schritten zum Klassenzimmer gegangen wäre. Ich bin mir sicher, dass die Lehrerin in dem Fall nicht den gleichen Geisterblitz hätte. Mein Anblick war für sie dagegen die perfekte Vorlage – der Blitzableiter so zu sagen. 

Was lernen wir aus der Geschichte? Ich habe verstanden, dass Mobbing nicht das Problem des Einzelnen ist, sondern in der Gruppe entsteht. Es ist ein gruppendynamisches Phänomen, wenn sich unangenehme Stimmung auf einen Sündenbock entladen wird. Wenn Mobbing in der Klasse passiert, dann stimmt etwas grundsätzlich mit dieser Klasse nicht (oder mit der ganzen Schule): Es stimmt etwas nicht mit der Atmosphäre, mit der Leitung, mit der Freiheit der Äußerung. Wahrscheinlich können sich die Schüler in dieser Klasse nicht frei äußern, ohne einen Urteil zu befürchten; wahrscheinlich sind die Lehrer dieser Klassen eher wie Attrappen, die alles „richtig“ machen, aber die Schüler nicht sehen und nicht hören; wahrscheinlich ist der Leistungsdruck da oder der Druck, sich konform zu verhalten. Wahrscheinlich sind auch die Cliquenbildung und ein unkreatives Lernumfeld. Dann wird eine sensible Person gesucht, die leicht zu mobben ist, da sie von vornherein von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt ist, die sie vom Zuhause mitbringt. Beim Mobben machen alle mit, da sie sich freuen, nicht selbst gemobbt zu werden und befürchten, sonst in die Rolle des Sündenbocks vorzurücken.

Und die Täter? Sind sie nicht die Bösen? Auch die Täter sind die Leidenden, aber durch ihre Dominanz laden sie ihr Leid wie die Tierquäler bei den Schwächeren ab. Nach dem Motto: „Wenn jemand mehr leidet als ich, fühle ich mich etwas besser.“ Mobbing ist ein kollektives Verschieben vom Leid, bei der die Leitung schweigt und wegschaut. Mobbing kann nur bekämpft werden, wenn man offen in der Runde über Dinge spricht und eine kollektive Lösung der Probleme sucht. 

Und im Falle des Elternabends? Es hätte wahrscheinlich gereicht, wenn die Leiterin die Lästigkeit der Aufgabe zur Sprache bringen würde und in die Runde fragen, ob es andere Lösungsvorschläge gäbe. Da hätte vielleicht der Eine oder Andere mit seiner Kreativität dankbar glänzen können.

Über mich

Inga Erchova ist Dipl.-Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Autorin und dreifache Mutter. Erfahre mehr über sie und ihre Arbeitsweise…

Buchvorschau

Jede Mutter kann glücklich sein

Psychotherapie am Telefon oder über Skype

Nicht immer müssen wir mit dem Therapeuten im gleichen Raum sein. Das Telefon bietet den Vorteil, dass man in vertrauter Umgebung eigener vier Wände bleibt und sich dadurch besser öffnen kann. Bei einer Sitzung über Skype vergisst man oft die räumliche Distanz und einige Zeitzonen Zeitunterschied.

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Wenn uns die negativen Gefühle der Kinder stören.

Neulich war ich zufällig Zeugin, wie eine Tochter ihrer Mutter ihre Zeichnung präsentierte, und die Mutter sagte dann: „Oh, warum guckt er so traurig? Lass mich die Mundwinkel schnell nach oben ziehen. So, jetzt sieht er fröhlich aus. Wie schön.“

Ich konnte richtig spüren, wie unerträglich es für die Mutter war, eine traurige Gestalt auf der Zeichnung ihrer Tochter zu sehen, umso schneller hat sie diese wieder aus der Welt geschaffen und war sichtlich erleichtert.

Für mich fühlte es sich wie ein Verlust an, wie gerne hätte ich gewusst, was hinter der traurigen Gestalt steckte: Wer war sie? Was hat sie erlebt? Und warum war sie traurig? Man hätte so viel erfahren können über die Fantasie des Kindes aber auch über sein Innenleben, denn die Zeichnungen sind gute Projektionsfläche für Gefühle: Freuden, Ängste oder Sorgen, die das Kind durchmacht und bewältigt. Diese Gefühle sichtbar zu machen hilft Kindern, mit ihnen fertig zu werden.

Leider war mit einem Stichzug all diese Information weggefegt. Was hat das Mädchen aus der Situation gelernt? Vermutlich, dass die Traurigkeit nicht gern gesehen wird, dass man sie besser versteckt oder überspielt, dass ihre Gefühle und Regungen keine Beachtung verdienen, stattdessen dass das fröhliche Erscheinungsbild zählt. Sie wird mit der Zeit verlernen, ihre Gefühle wahrzunehmen und ihnen Beachtung zu schenken. Wenn sie später die Traurigkeit verspürt, wird sie diese eher verdrängen. Doch diese Traurigkeit wird nicht verschwinden, sondern landet im seelischen Schatten – diesem blinden Fleck der Seele, der für uns unbewusst bleibt.

Übertreibe ich nicht? Ist es wirklich so dramatisch? Ich befürchte ja, denn ihre Mama, wie auch viele von uns, lebt es ja bereits vor. Statt hinzusehen, schauen wir lieber weg oder beschönigen. Eine Vogel-Strauß-Strategie: Wenn man die Traurigkeit nicht sieht, dann ist sie anscheinend nicht da. Auch hier ist so viel Information verloren gegangen. Wir könnten uns fragen, warum für uns die Traurigkeit so unerträglich ist? Mussten wir sie auch als Kind schon verstecken? Mussten wir unsere Mama mit stets fröhlichem Gesicht glücklich machen?

Eins ist sicher – wenn man als Kind seine Traurigkeit verstecken musste und sie nicht mit den Eltern teilen durfte, um Trost zu bekommen, dann war man mit seiner Traurigkeit allein. Und das ist das wahre Drama – mit seinen schwierigen Gefühlen alleine fertigwerden zu müssen, schon als Kind, das ist wirklich schwer.

Mein Erlebnis mit den beiden hat keine 5 Sekunden gedauert. Doch ich sah den ganzen restlichen Film dazu. Ich sah, wie auch diese heute erwachsene Frau ihre Gefühle als Kind nicht äußern durfte und alleine mit ihnen fertigwerden musste, ihre Verzweiflung und Not. Daher war das traurige Gesicht auf der Zeichnung der Tochter für sie heute so unerträglich. Es erinnerte sie unbewusst daran, wie schwer es für sie früher war, mit Gefühlen alleingelassen zu werden.

Ist sie deswegen heute eine schlechte Mutter? Nein, aber sie ist wenig bewusst über die Verletzungen ihrer eigenen Kindheit und kann daher ihrer Tochter kaum helfen ein feinfühliger und bewusster Mensch zu werden. Das kann ihre Tochter später als erwachsener Mensch nachholen, wie wir alle auch, wenn wir uns alten Verletzungen stellen. Danach werden alle Gefühle plötzlich berechtigt, richtig und erlaubt, ganz ohne Retusche. Schauen wir also lieber hin, statt weg.

Der falsche Postbote.

Der falsche Postbote.

Foto: Bauforum24

 

Sonntagabend Zuhause. Es klingelt an der Tür. „Na, wer klingelt denn um diese Uhrzeit?“, fragte meine Tochter verwundert.

„Hallo?“, – melde ich mich an der Sprechanlage.

„Post!“, – sagt eine Frauenstimme, forsch und leicht drängelnd, so wie ein gewöhnlicher Postbote es sagen würde.

„Am Sonntag?“, – frage ich ungläubig zurück.

„Ja!“ – ziemlich frech und diesmal deutlich drängelnder sagt die Stimme, und fügt dann hinzu: „Ich muss für meine Freundin etwas einwerfen“.

Wie fremdgesteuert drücke ich auf die Taste und mache ihr die Hauseingangstür auf.

Schon wenige Augenblicke später überkommt mich unbehagliches Gefühl, wie aus dem Nichts überrollt worden zu sein. Das Gedankenkarussell geht los: „Sie hat mich aber leicht um den Finger wickeln können. Wer ist sie überhaupt und warum klingelt sie bei mir? Als würde sie gewusst haben, dass sie bei mir ein leichtes Spiel hat. Warum habe ich nicht weiter nachgefragt? Warum war ich so leichtgläubig und nachgiebig? Es könnte ja auch nur ein Trick gewesen sein, um ins Haus hereinzukommen. Usw., usw.

Schnell wurde mir klar, hier wurden Seiten in mir belebt, mit denen ich kein Freund bin – mein Schatten. Diese unbeliebten Seiten von mir sind meine alten Bekannten – die Unfähigkeit, meine Grenzen zu bewahren, Nein zu sangen, kontra zu geben oder schlagfertig zu antworten. In mich kann man so hineingreifen, wie in einen Sahnepudding. Wie weiche Butter für ein Messer leiste ich keinerlei Widerstand. Bzw. doch, wenn ich die Zeit zum Nachdenken habe, aber nicht wenn sich der Autopilot einschaltet und die gewohnten Muster automatisch abspielt.

Bekannt ist mir das alles ja schon lange und ich arbeite auch schon lange daran. Die Situation hat mir nur gezeigt, dass ich mit meiner Arbeit offenbar noch nicht so weit gekommen bin. Da kommt Ärger hoch.  Die eigenen Schwächen so leicht vorgeführt zu bekommen, uff. Dann die erste Entwarnung: Zumindest konnte ich den aufgekommenen Ärger gleich lokalisieren und habe ihn nicht etwa an meinen Kindern abreagiert. Gut gemacht! Erst später am Abend, wenn meine Kinder im Bett waren, habe ich mir den Vorfall noch mal vorgenommen, mich in eine entspannte Lage begeben und in mich hineingeschaut.

Zunächst habe ich den Vorfall wie in Zeitlupe noch einmal durchlebt und auf meine Gefühle in jedem Augenblick geachtet.

  • Es klingelt: Mich treibt die Neugier zur Sprechanlage. Was ich erwarte? Einen netten Überraschungsbesucher vielleicht, der sagt: „Hey, wie geht es dir? Wollte nur kurz Hallo sagen.“ Fehlanzeige, *grmpf*.
  • Die Stimme: „Post!“: Ich spüre meinen Zweifel, doch der Nachdruck der Stimme lässt meine Skepsis weichen. Die Stimme klingt forsch und frech. Ich merke, da ist mehr im Spiel und schaue jetzt in meine Vergangenheit: Wann habe ich mich so ähnlich gefühlt? Tatsächlich hat mich meine (sehr dominante) Mutter oft gedrängelt. „Los, los, los, los!“ peitschte sie mich an, damit sie ihren Alltag bewältigt bekommt. Ich erinnere mich gut an das Gefühl, wie von einer Asphaltwalze überrollt zu werden, absolute Ohnmacht. Ich hatte keine Chance, ihr etwas entgegenzusetzen und fügte mich dem Druck. Und ja, mit der Zeit wurde daraus Automatismus, der offenbar bis heute andauert, besonders wenn dieser Druck wie aus dem Nichts kommt und mich unvorbereitet trifft.
  • „Ich muss etwas für die Freundin reinwerfen“. Dieser Satz hat eine andere Seite in mir berührt – nett zu anderen sein zu wollen (oder müssen?) Etwas für die Freundin, wie kann ich da Nein sagen? Es kam mir nicht mal in den Sinn zu fragen, warum sie dann bei mir klingelt? „Entschuldigen Sie, ich kenne Sie nicht und mache nicht auf“, würde ich jetzt sagen wollen. Doch ich wollte nett sein, Ja sagen, helfen. Wo kommt das wieder her? Ich schaue wieder in meine Kindheit hinein und werde sofort fündig: Ich durfte nie frech sein, ausgelassen toben oder mir „Blödsinn“ erlaufen. Das gewünschte Bild, das ich abgeben musste war ein gut erzogenes, „seriöses“ Mädchen ohne „Flusen“ im Kopf. Bis heute vermisse ich diese freche Seite in mir. Ich denke, daher kommt meine Unfähigkeit, witzig zu sein, anzuecken oder zu provozieren, denn dann bin ich ja nicht „seriös“. Auch diesen Knopf in mir hat die vermeintliche Postbotin in der kürzesten Zeit drücken können.
  • Ich realisierte, dass der Ärger, den ich kurz nach dem Türöffnen verspürt habe, sich in Wirklichkeit nicht gegen die Frauenstimme von der Straße richtete, sondern gegen meine Mutter. Wahrscheinlich war es tatsächlich nur eine Freundin, die eine Nettigkeit vorbereitet hat. Und ihre freche Art war gar nicht böse gemeint, sondern nur spielerisch. Ich habe sie nur so erlebt. Den Ärger konnte ich nun richtig zuordnen.

Ich konnte meine Ohnmacht wieder spüren. Und ja, als Kind war ich ohnmächtig, weil ich klein war. Heute bin ich groß und kann kontra geben, wenn ich das will. Und wenn es mich das nächste Mal wieder unvorbereitet trifft, werde ich sehen, ob ich im Überwinden meiner Automatismen einen Minischritt weitergekommen bin. Auf dem Weg der Verarbeitung kindlicher Verletzungen werden wir wohl nie wirklich am Ziel ankommen und diese wie ungeschehen machen können, aber es ist wichtig, dass wir diesen Weg gehen und in uns hineinsehen, sonst würden wir die Menschen in unsere Umgebung, besonders unsere Kinder und den Partner, als „Mülleimer“ für all die schlechten Gefühle in uns benutzen. Wollen wir das?

Und so war es am Ende doch ein netter Überraschungsbesucher. Es war mein Schatten, der an der Tür klingelte.

Der Blick in die eigene Kindheit ist das Titelthema bei Eltern.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Eltern (Mai 2018) ist der Blick in die eigene Kindheit das Titelthema. Wie beeinflußt das, was wir als Kinder erlebt haben, unsere heutige Beziehung zu eigenen Kindern? Kann man daran arbeiten, auch wenn man die Vergangenheit nicht mehr ändern kann? Ich durfte mit einem Interview zu der Titelthema-Diskussion beitragen 🙂

 

Wie wir unsere Kinder vom sexuellen Missbrauch schützen können.

Wie wir unsere Kinder vom sexuellen Missbrauch schützen können.

Wie wir unsere Kinder vom sexuellen Missbrauch schützen können.

Als ich die TV-Doku über die Oldenwaldschuhle gesehen habe, wo sexueller Missbrauch in den 70er und 80er ein Massenphänomen war und täglich stattgefunden hat, hat mich eine Sache stutzig gemacht: Bei weitem nicht alle Kinder waren betroffen. Es gab viele Kinder, die Missbrauchsversuche haben von sich abprallen lassen. In der Doku schilderten diese, heute erwachsenen Schüler des Internats, wie sie sich schützen konnten: „Ich habe mein Schlafzimmer einfach immer abgeschlossen, so konnte niemand hineintreten.“ „Nachdem mich der Lehrer beim Duschen belästigt hat, bin ich einfach nicht mehr duschen gegangen.“

Im Kontrast dazu schilderten die betroffenen Kinder das Gefühl der Schutzlosigkeit, den Druck, sich dem Willen der Mächtiger fügen zu müssen. Sie empfanden, dass sie kein Recht hatten, nein zu sagen und nirgendwo Hilfe bekommen konnten.

Die äußeren Umstände waren also eine Sache, der innere Schlüssel, der die Übergriffe erst möglich gemacht hat – eine andere. Und über diese inneren Faktoren möchte ich heute sprechen. Was macht ein Kind zum leichten Opfer sexueller Belästigung, und was macht ein anderes Kind immun dagegen?

Gelernte Hilfslosigkeit

In der Psychologie existiert der Begriff „gelernte Hilfslosigkeit“. Er entstand durch die Experimente, in denen Tieren in geschlossenen Käfigen Schmerzen zugefügt wurden. Tiere konnten nicht fliehen und waren der Gewalt ausgeliefert. Später wurden die Käfige geöffnet und die Tiere bekamen die Möglichkeit zu fließen, doch sie sind drin geblieben und haben weiterhin gelitten. Es lag wohl daran, dass sie die erfahrene Hilfslosigkeit als dauerhaftes Gefühl verinnerlicht hatten. Sie war für sie nicht mehr bloß eine zufällige Situation, der sie entfliehen konnten. So fühlen sich oft Kinder, die Missbrauchsopfer geworden sind: Sie haben das Gefühl, sie können nichts dagegen tun, unternehmen keine Befreiungsversuche und suchen keine Hilfe auf, weil das Gefühl der Hilfslosigkeit bereits in ihnen lebt, noch lange bevor der Missbrauch stattgefunden hat.

Körpernähe beim Großwerden

Im Umgang mit dem Nachwuchs ist enger Körperkontakt natürlich für alle Säugetiere, zu Gattung deren wir Menschen gehören. Doch in der westlichen Kultur entdecken wir seine Wichtigkeit erst gerade neu. Ein wohlwollender Körperkontakt ist für Kinder ein wichtiger Wohlfühlfaktor, und je kleiner diese sind, desto wichtiger er ist. Nur in den Armen seiner Mutter (oder Ersatzperson) fühlt sich ein Baby sicher und geschützt, bis es mit der Zeit lernt, sich eigenständig fortzubewegen. Auch dann und später bleibt der Körper der Eltern für das Kind ein sicherer Hafen, wo es Schutz, Trost oder Schmerzlinderung finden kann. Bleibt dieser aus, entsteht ein dauerhaftes Gefühl der Schutzlosigkeit, Schuldgefühle oder das Gefühl der Minderwertigkeit. Der Entzug der Körpernähe ist für Kinder unerträglich und ist bereits Missbrauch per se.

Der Körper ist für Kinder nicht nur die Quelle des Wohlbefindens. Er ist auch die natürliche Quelle des Genusses. Babys geben oft genüssliche Töne von sich, wenn sie an der Mutterbrust trinken. Sie berühren mit der Hand die andere Brust und streicheln sie. Nur ein in westlicher Kultur sozialisierter Erwachsener kann darin etwas Anrüchiges sehen. Wenn ein Baby genug an der Brust getrunken hat, schläft es in Wonne ein. Wenn ein Baby mit seiner Mutter die Nähe Haut an Haut genießen und sich mit ihr in Wonne verbinden kann, wenn die Körper sich umschlingen und die beiden sich wie im Tanz des Lebens eins fühlen, dann können diese Babys später als Erwachsene mit einem Anderen dieses Gefühl der Schwerelosigkeit wieder erleben; sie können sich fallen lassen, ihre Körperlichkeit genießen und nicht zuletzt ihren eigenen Kindern diesen sicheren Hafen bieten.

Der Entzug der Körpernähe dagegen führt bei den Kindern dazu, dass ihre Körper einfrieren. Das Bedürfnis nach körperlicher Nähe verschwindet nicht, und wenn ein anderer, fremder Mensch diesen zu bedienen versucht, dann können Kinder leicht darauf ansprechen. Täter wissen ihre potenziellen Opfer gut zu erkennen: Es sind Kinder, die ausgehungert sind nach Nähe, Liebe und Trost.

Hier möchte ich aufführen, was wir Eltern tun können, um unsere Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Der erste Punkt liegt auf der Hand:

  1. Unsere Kinder lieben

Während meiner psychotherapeutischen Arbeit mit Opfern sexueller Übergriffe stelle ich oft fest, dass diese Kinder in extremer Einsamkeit aufgewachsen sind. Sie wurden nicht gesehen, nicht beachtet und nicht wertschätzt. Die Täter – meist Vertraute der Familie – waren oft die ersten Personen in ihrem Leben, die ihnen Beachtung geschenkt haben, die sie gelobt oder ihnen zugehört haben, die ihnen Geschenke gemacht haben und die gemeinsame Zeit als etwas Positives gewertet haben. Stattdessen fühlten sich diese Kinder bei den eignen Eltern als Belastung.

Kinder sehnen sich nach Liebe. Wenn sie zuhause keine Liebe erfahren, suchen sie diese woanders. Aufgrund ihrer Unreife können Kinder selbstverständlich nicht zwischen echter Liebe und eigennützigem Verhalten der Täter unterscheiden und werden leicht zu Opfer.

  1. Warmherzigen Körperkontakt pflegen

Wie oben beschrieben ist wohlwollender Körperkontakt ein unabdingbarer Teil der kindlichen Entwicklung. Doch es ist leichter gesagt als getan. Die Generation heutiger Eltern hat in ihrer Mehrheit einen abrupten Entzug der Körpernähe nach der Geburt erlitten – mit verheerenden Folgen besonders für uns Frauen. Unsere Körper sind eingefroren aus Schutz vor unerträglichem Schmerz. Daher können wir nicht gebären, nicht stillen, nicht mit unseren Babys zusammenschlafen oder diese auf dem Arm beruhigen. Man kann nur schwer geben, was man nicht bekommen hat. Wenn ich meine Tochter vom Kindergarten abhole und sie in der Umkleide umarme, dann stehen immer die gleichen zwei Kinder um uns herum und starren uns verdutzt an, als würden sie selbst Umarmungen solcher Art nicht kennen.

Wenn ein anderer Mensch die fehlende Körpernähe bei unseren Kindern zu bedienen versucht, stoßt er auf ein großes unbefriedigtes Bedürfnis. Das Korn fällt auf den fruchtbaren Boden und das Unglück geschieht.

  1. Persönliche Grenzen der Kinder bewahren

Auch in solchen Fällen, in denen Opfer spüren, dass ihnen unrecht geschieht und dass sie es nicht möchten, lassen sie den Missbrauch oft trotzdem über sich ergehen. Sie können keine Grenzen ziehen und nicht nein sagen. Wenn persönliche Grenzen des Kindes zu Hause permanent verletzt werden, etabliert sich ein dauerhaftes Gefühl des Ausgeliefertseins. Wir verletzen die Grenzen des Kindes, indem wir ihm z. B. keine Rückzugsmöglichkeit gewähren, wenn wir seine persönlichen Gegenstände abwertend behandeln, wenn wir zu starre Regeln aufstellen, das Kind permanent dominieren oder seine natürlichen Impulse unterdrücken. Die Missachtung kindlicher Bedürfnisse ist auch die Verletzung seiner Integrität.

Wenn wir die Grenzen des Kindes bewahren, so lernt das Kind, seine Grenzen selbst zu beachten. Es spürt, wenn diese verletzt werden und gibt Kontra. Opfer dagegen sind es gewohnt, dass ihre Grenzen verletzt werden und verlieren diese oft komplett. Sie kennen das Ausgeliefertsein zu gut, lassen den Missbrauch über sich ergehen und leiden stillschweigend.

Persönliche Grenzen ist der Schutzraum und Rückzugsort jedes Menschen. Wir sind uns doch einig, dass ein Nein Nein bedeutet. Das gilt für Erwachsene, warum nicht für Kinder?

  1. Den Kindern Gehör verschaffen

Viele Opfer haben keine Anlaufstelle für ihr Anliegen, denn ihre Eltern nehmen sie nicht ernst oder erklären sie zu Schuldigen.

Den Kindern Gehör zu verschaffen bedeutet, ihre Bedürfnisse zu beachten. Und das fängt schon im Babyalter an. Nach der Geburt erwartet das Baby, dass es so weitergeht wie vor der Geburt. Das bedeutet permanente Berührung, permanente Bewegung, permanente Ernährung, die Nähe, die Wärme, den Schutz, etc.

Später schenken wir Beachtung den Schwierigkeiten, die das Kind am Spielplatz, im Kindergarten oder in der Schule erlebt. Ob es Albträume, Liebeskummer, Hänseln oder Lernschwierigkeiten sind, wir dürfen Anliegen der Kinder nicht herunterspielen, sondern sie ernst nehmen und echte Hilfe leisten. So verinnerlicht das Kind, dass ihm Hilfe jederzeit zusteht, wenn es diese braucht.

  1. Beschämung ist ein no-go

Ich glaube, dass es jedem klar ist, dass der Körper des Kindes niemals eine Zielscheibe für Beschämung sein darf. Selbst ein „harmloses“ Sticheln über etwaige körperlichen Unzulänglichkeiten ist gemein und erzeugt Schamgefühl. Mit Scham geplagtes Kind wird einen Missbrauchsvorfall niemals an die Öffentlichkeit tragen und bleibt Geisel seiner Lage.

  1. Eigenes Körpergefühl unter die Lupe nehmen

Last but not least. Es ist sehr wichtig, dass wir Eltern unsere eigene Lebensgeschichte unter die Lupe zu nehmen und nachfühlen, wie wir uns im eigenen Körper fühlen, was wir als Kinder erlebt haben, welche Verletzungen wir in uns tragen und was wir noch aufarbeiten können. Denn viele Verhaltensmuster kommen nicht aus böser Absicht, sondern sind unwillkürliche Wiederholung eigener Erfahrungen. Wenn wir beschämt wurden, beschämen wir andere; wenn wir Kälte erfahren haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir selbst kalt sind, ohne es zu merken. Sich mit den Verletzungen der eigenen Kindheit zu verbinden, lässt unseren Körper wieder auftauen und zu spüren, wo die echte Liebe fließt und wo welche nur vorgegaukelt wird.

Abschließend bleibt mir nur zu konstatieren, dass wir zunächst die Augen dafür öffnen müssen, was bei uns zu Hause geschieht, bevor wir nach Schuldigen da draußen suchen. Denn betroffene Kinder sind nicht nur Opfer sexueller Gewalt, sie sind in erster Linie Opfer endloser Einsamkeit.

 

 

Über mich

Inga Erchova ist Dipl.-Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Autorin und dreifache Mutter. Erfahre mehr über sie und ihre Arbeitsweise…

Mein Buch

Jede Mutter kann glücklich sein

Psychotherapie am Telefon oder über Skype

Nicht immer müssen wir mit dem Therapeuten im gleichen Raum sein. Das Telefon bietet den Vorteil, dass man in vertrauter Umgebung eigener vier Wände bleibt und sich dadurch besser öffnen kann. Bei einer Sitzung über Skype vergisst man oft die räumliche Distanz und einige Zeitzonen Zeitunterschied.

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