Mit Widersprüchen leben lernen.

Neulich sagte meine Tochter etwas, was mich sehr erfreut hat. Wir saßen beim Abendessen am Tisch, als sie sagte: „Mama, alles, was du kochst, schmeckt lecker, auch wenn ich es manchmal nicht essen mag.“ Uff, erstmal danke für das Kompliment! Tatsächlich bin ich jedes Mal enttäuscht, wenn mein Gekochtes nicht mit „Hurra!“ begrüßt wird, sondern mit einem eher skeptischen Gesichtsausdruck. Und immer mit Spagetti oder Pizza auf Nummer sicher zu gehen möchte ich auch nicht. Nun kommt aber das Kompliment und die Ablehnung im gleichen Satz serviert. Ein Widerspruch? Für sie war es keins. Ihre Worte flogen über die Lippen mit Leichtigkeit und Witz.

Wir Erwachsene getrimmt auf die lineare Logik fragen uns vielleicht: „Wenn das Essen lecker schmeckt, warum magst du es dann nicht essen?“ Ergibt es keinen Sinn? Ich habe nur innerlich gelächelt und nicht weiter nachgehakt. Ich wollte sie auf nichts festnageln. Widersprüche sind okay. Ich muss sie nicht verstehen und schon gar nicht auflösen.

In diesem kleinen Satz spürte ich, dass die Welt für sie nicht nur aus schwarz und weiß besteht, es gibt nicht nur vor oder zurück, richtig oder falsch, dagegen subtile Zwischentöne, Vielschichtigkeit und Spannung. Die Liebe und die Ablehnung müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Sie kommen so oft Hand in Hand. Kennt ihr das auch? Welche Widersprüche erlebt ihr so im Alltag? Fällt es euch schwer, sie auszuhalten?

 

Jeder Anfang ist schwer… und zauberhaft.

Die Seite „Mutterinstinkt.net“ ist nun aktualisiert, pünktlich zum Erscheinen meines ersten Buches. Die Aktualisierung stand schon länger an und wurde immer wieder heraus geschoben. Die Buchneuerscheinung übte gewissen Druck aus und gab den entscheidenden Impuls zum Weitermachen. Jeder Neuanfang ist Kräfte zerrend und anstrengend. Wir müssen „in die Puschen kommen“, uns zusammenraufen, entscheiden, was sich verändern oder gleich bleiben soll, sich neu ausrichten, für die bisher vollzogene Arbeit Bilanz ziehen – mit anderen Worten einen Blick in den Spiegel wagen: sich spüren, eigene Stärken oder Schwächen wieder bewußter werden. Und jeder Blick in den Spiegel ist eine Offenbarung, nicht immer eine angenehme.

Was hat sich nun verändert? Das Erscheinungsbild ist jetzt heller und offener geworden. Es kommen neue Inhalte hinzu und ganz neu – der Blog. Mit Hilfe des Blogs möchte ich mit meinen Lesern näher in Kontakt treten als bisher der Fall war. Ich möchte austauschen und einen Kreis bilden, uns gegenseitig erfahren, unterstützen und inspirieren. Ich bin keine erfahrene Bloggerin. (Artikel zu schreiben ist doch eine andere Sache) und ich weiß noch nicht recht, wie persönlich ich in meinen Beiträgen werden soll oder darf, wieviel von meinem Leben ich preisgeben kann, so dass es für den Leser noch spannend bleibt aber meine persönlichen Grenzen nicht verletzt. Das wird sich mit der Zeit und im Laufe des Schreibens heraus stellen. Ihr Feedback ist für mich dabei die wichtige Hilfe auf dem Weg.

Auch wenn jeder Anfang schwer ist, so wohnt jedem Anfang auch der Zauber inne, wie Hermann Hesse einmal richtig bemerkt hat. Das Kribbeln im Bauch, die Vorfreude und Spannung. Man sagt auch „Neues Spiel – neues Glück“. Ein Neuanfang bietet uns trotz aller Nervosität auch neue Chancen und öffnet neue Türen. Was erwartet uns hinter ihnen? Ich bin gespannt. Wie geht es Euch mit Neuanfängen? Was hilft Euch und was hindert Euch dabei? Welche Geschichten habt ihr schon mal erlebt? Lohnt sich der Neuanfang überhaupt?

Als Vorwort.

Hallo liebe Leser und vor allem liebe Leserinnen. Auf diesen Seite teile ich mit Euch meine persönlichen, alltäglichen Erfahrungen als Mutter. Hier möchte ich mit meinen Lesern in Kontakt treten, austauschen, diskutieren oder nur ein offenes Ohr finden oder anbieten. Ein schönes Ziel wäre für mich, eine virtuelle Gruppe von Frauen/Müttern aufzubauen, die sich gegenseitig stärken und inspirieren. Das, was in alten Zeiten zwischen den erfahrenen und jungen Frauen eines Stammes selbstverständlich war, ist heute eine Seltenheit. Vielleicht helfen meine Beiträge, dies einwenig auszugleichen. Daher freue ich mich immer über ihre Kommentare.

 

Inga Erchova ist Dipl.-Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Autorin und dreifache Mutter. Erfahre mehr über sie und ihre Arbeitsweise…

Buchvorschau

Psychotherapie am Telefon oder über Skype

Nicht immer müssen wir mit dem Therapeuten im gleichen Raum sein. Das Telefon bietet den Vorteil, dass man in vertrauter Umgebung eigener vier Wände bleibt und sich dadurch besser öffnen kann. Bei einer Sitzung über Skype vergisst man oft die räumliche Distanz und einige Zeitzonen Zeitunterschied.

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